The Vagina-Guide

unangepasstheit

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Meine Vagina und ich hatten schon das Vergnügen so einiger Kosenamen. Sei es als Fluch, direkte Anrede, Verniedlichung, oder als schlichte Bezeichnung im Gespräch. Einiges davon musste ich nachschlagen, ob es das überhaupt gibt. Zu meinem Erstaunen und bisweilen Entsetzen: Ja.
Die Liste an guten Namen glänzt durch verdächtige Knappheit, was zum einen daran liegt, dass einige dieser Kosenamen wirklich intim waren und sie noch heute Schätze sind, bei deren Erinnerung ich schmunzel. Zum anderen fiel mir mit einem Hauch von Bedauern auf, dass die wenigsten lustig oder besonders kreativ waren. Eigenschaften die ich heute vermisse. Denn ich lache nicht nur gerne beim Reden über Sex, sondern mittlerweile auch gerne während des Sex.

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Kinderfeindliches Land? Mütterfeindliches Land!

kurzhaarschnitt

Kinder sind unser aller Zukunft, Kinder können großartige Persönlichkeiten sein, Kinder können unfassbar Spaß machen und den eigenen Blick auf die Welt verändern und erweitern.
Insbesondere, wenn Eltern die Kunst beherrschen, ihre Kinder gut zu erziehen und zu leiten, zu fördern, ihnen ausreichend Freiraum zu lassen, sie Mensch werden und sein zu lassen. All das.

Als Nichtvater darf ich mich wohl kaum über jene erheben, die ihre Kinder nicht erzogen bekommen, weil ich ja keine Ahnung davon habe. Nun. Auf den ersten Blick mag das stimmen. Aber ich war tatsächlich, man wundert sich, selbst einmal Kind. Und ich habe Eltern. Und Erinnerungsvermögen. Und ich kenne Eltern und alleinerziehende Mütter (einige von ihnen haben einen Partner oder eine Partnerin), die es teils sehr gut hinbekommen, teils nicht so gut. Wenn man mit ihnen spricht und sie im Zusammenleben mit ihren Kindern beobachtet, weil man sich für seine Mitmenschen interessiert, bekommt man…

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Machtwort an meinen Lieblingsmonat

larifariabel

Lieber Juli,

ich erwarte ein bisschen mehr von dir. Hitzewellen zum drin Braten. Während derer man sich nicht entscheiden kann zwischen Ice Bucket Challenge und Eisfrustfressen.

Wärmegewitter, die man heiraten möchte.

Temperaturen, die einen für mehrere Tage ins Freibad einziehen lassen.

Himmel, so blau, dass man poetisch werden will.

Waldbrandgefahr und vorsichtige Menschen.

Kinder in Badezeug und Sonnenhüten unter drei Litern Sonnencreme pro Quadratzentimeter.

Die kürzesten Röcke und braunsten Oberkörper, die meisten Sommersprossen und die natürlich aufgehelltesten Haare.

Glühenden Asphalt mit Flicken, in die man Käsekästchen ritzen kann.

Aber ein paar Tage hast du ja noch.

Mach was draus!

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Eis.

lassunsueberdieliebereden

Ich bin die Eiskönigin. Mein Herz ist nicht mehr groß, sondern klein und verschrumpelt.

Ich öffne mich nicht mehr. Ich bin unnahbar, distanziert und kühl. Ich will kein Mitleid, ich will keine Liebe, ich will nichts fühlen. Das klappt. Ein Abend in einer verrauchten Kneipe. Noch ein Bier auf meinen Deckel, noch ein Jägermeister dazu.

Ein vertrautes Gesicht taucht auf. Lange nicht gesehen, aber wir lächeln uns an. Er setzt sich zu mir und wir reden. Wir lachen. Wir trinken noch ein bisschen. Mein Herz ist fest verschlossen, ich kontrolliere es immer wieder. Wir tanzen. Es ist ein schnelles Lied, aber unsere Körper bewegen sich zu einem Takt den nur wir hören. Er fasst mich an, drückt mich an sich und berührt mein Gesicht.

Mein Herz ist fest verschlossen. Es ist egal, dass ich ihn wirklich gern mag. Ich bin nur hier mit ihm weil ich ein bisschen Leben will…

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Ein übler Streit

Ansichten eines Dreckspoeten

Man streitet. So ist das nunmal. Man streitet aus banalen Gründen. Dann sagt oder tut man sich Dinge an. Und die Banalität ist dahin. Sie blickt dich stirnrunzelnd an und zieht sich in eine Ecke zurück.

Alte Bekannte kommen vorbei, Herr Trotz, Frau Wut und deren Enkel Ignorant und Verletzt. Sie geben Ratschläge, ohja, das tun sie. Man mag sie nicht besonders, weil sie immer so lange bleiben. Selbst wenn die Banalität den Tisch längst abgeräumt hat; sie bleiben. Und hören nicht auf, bis tief in die Seele zu ratschlagen.

Später klingelt es an der Tür. Da steht die alte Traurigkeit und wird von der Sehnsucht gestützt. Und beide drängeln sich einfach hinein. Die Familie Tränen hatte sich hinter ihnen im Dunkeln gehalten und schlüpft nun, fast unbemerkt, auch noch durch die Tür.

Es gibt ein großes Hallo und fast scheint es wie Wiedersehensfreude. Alles redet durcheinander. Es dauert nicht…

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Die Zähmung der Synapsen

larifariabel

Ich habe eine von diesen unsichtbaren Krankheiten. Eigentlich keine Krankheit, sondern eine Störung. Eine posttraumatische Belastungsstörung. Weil das ein furchtbar langes und holpriges Wort ist, sogar zwei, kann man die ganz toll abkürzen: PTBS. Kurz und knackig. Eine PTBS passiert dann, wenn sich jemand über längere Zeit, zum Beispiel eineinhalb Jahre lang, in bestimmten Lebensumständen bewegt hat. Eine Umgebung, die es erfordert, dass man sich ständig ganz sicher sein muss, wie die Menschen um einen herum reagieren, wie sie funktionieren, wie man sich selbst zu verhalten hat, weil davon die eigene Unversehrtheit abhängig ist. Klingt nicht gemütlich, ist es auch nicht. In dieser Umgebung fängt die PTBS an, zu arbeiten. Sie bildet Synapsen im Gehirn. Diese Synapsen sind wie Schlussfolgerungen, wenn-dann-Funktionen. Wenn ich falsch reagiere, dann wird mir weh getan. Wenn ich nicht weiß, was die falsche Reaktion ist, dann muss ich Angst haben. Angst, das Falsche zu sagen oder…

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Plötzlich steht die Welt still

larifariabel

Damit hat niemand gerechnet. Am wenigsten das festgefahrene Unterbewusstsein.

Du bist einfach da, nimmst mich in den Arm und die Welt ist in Ordnung. Du sagst „Ich beschütz dich.“ und keine kleine Stimme im Hinterkopf schreit bockig „Das kann ich selbst!“. Du sagst „Ich will dich sehen, nicht, was du glaubst, was ich sehen will.“ und ich habe keine Angst. Du bist der, von dem ich dachte, es gäbe ihn nicht. Mein eigener Traum davon, was perfekt ist.

Ich kann das noch nicht fassen, aber das werde ich noch. Du bist wundervoll, mein Herzmensch.

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